PFAS im Schweizer Trinkwasser: Der vollständige Leitfaden 2026
PFAS — per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, oft als „Ewigkeitschemikalien" bezeichnet — bauen sich weder in der Umwelt noch im menschlichen Körper ab.
In der Schweiz wurden erhöhte PFAS-Konzentrationen insbesondere rund um den Flughafen Zürich-Kloten, im Kanton Aargau und in der Region Basel dokumentiert. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und die kantonalen Laboratorien führen die Überwachung durch.
Dieser Leitfaden bündelt die wichtigsten Informationen zu PFAS in der Schweiz: gesetzliche Grenzwerte, Belastungsschwerpunkte, vergleichende Filtertechnologien und konkrete Lösungen. Vertiefungsartikel führen tiefer in einzelne Aspekte ein.
Was sind PFAS? Eine kurze Einordnung
PFAS sind synthetische Chemikalien, die in Industrie und Konsumgütern verwendet werden — unter anderem in fluorhaltigen Feuerlöschschäumen (AFFF), die als eine der dokumentierten Belastungsquellen in der Schweiz gelten.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2020 die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI) auf 4,4 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht für die Summe aus PFOA, PFOS, PFNA und PFHxS herabgesetzt. Für einen Erwachsenen entspricht dies einer gesundheitsschützenden Trinkwasserkonzentration von rund 4 ng/L.
Eine detaillierte Risikoanalyse zur PFAS-Belastung in europäischen Trinkwassern, die die Datenlage über Länder hinweg vergleicht, finden Sie in unserem Hintergrundartikel zur PFAS-Belastung in Europa.
Wo PFAS in der Schweiz nachgewiesen wurden — Belastungsschwerpunkte
Die Belastungssituation in der Schweiz ist regional unterschiedlich. Erhöhte Konzentrationen wurden insbesondere im Grossraum Zürich (Nähe Flughafen Kloten), im Kanton Aargau (industrielle Einleiter in die Aare) und in der Region Basel dokumentiert.
Das BAFU veröffentlicht Monitoring-Daten zu PFAS in Oberflächengewässern und Grundwasser. Daneben publizieren die kantonalen Laboratorien Jahresberichte zur Trinkwasserqualität. Schweizer Wasserversorger sind gesetzlich verpflichtet, Jahresberichte zur Trinkwasserqualität zu veröffentlichen, die auf Anfrage oder über die Website des Versorgers zugänglich sind.
Die Schweizerische Trinkwasserverordnung (TBVO) wird vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verwaltet.
Schweizer Grenzwerte und EU-Vergleich
Die Schweiz orientiert sich an der EU-Trinkwasserrichtlinie 2020/2184 mit einem Summengrenzwert von 0,5 μg/L (500 ng/L) für alle PFAS und einem Einzelstoffgrenzwert von 100 ng/L. Die Kantonalen Laboratorien führen regelmässige Überprüfungen durch.
Die US-amerikanische EPA hat 2024 einen Grenzwert von 4 ng/L für PFOA und PFOS festgesetzt — damit ist der US-Grenzwert 25-mal strenger als der EU-Einzelstoffgrenzwert von 100 ng/L. Der von der EFSA empfohlene Vorsorgewert entspricht ebenfalls rund 4 ng/L im Trinkwasser.
Für Schwangere, Kinder und Personen in Belastungsgebieten ist eine zusätzliche Haushaltsfiltration daher eine sinnvolle Vorsorgemassnahme.
Welche Filtertechnologien entfernen PFAS zuverlässig?
Standard-Aktivkohlefilter (Tischwasserfilter, einfache Unterputzfilter) zeigen begrenzte Effektivität, besonders gegenüber kurzkettigen PFAS-Varianten. Umkehrosmose entfernt 90–99 % der PFAS, demineralisiert das Wasser jedoch vollständig und erzeugt 3–4 Liter Abwasser pro Liter gereinigtem Wasser.
Die selektive Adsorptionsfiltration auf Proteinbasis — Kerntechnologie des Mam Nature Swiss Feinfilters — erreicht Rückhaltequoten von >96–>98,5 % für PFAS (einschliesslich kurzkettiger Verbindungen), zertifiziert durch unabhängige Prüfungen der ETH Zürich University (Dr. S. Bolisetty, Oktober 2025; validierte Messmethoden ICP-MS für Metalle, EPA 537M für PFAS). Die Technologie bewahrt gleichzeitig die natürlichen Mineralstoffe — im Gegensatz zur Umkehrosmose, die alle gelösten Stoffe entfernt.
Einen ausführlichen Vergleich der beiden Hauswasser-Filtertechnologien — Hauseingangsfilter versus Umkehrosmose — finden Sie im Vergleichsartikel zu Whole-House- vs. RO-Systemen.
Schweizer Lösungen für PFAS-Schutz im ganzen Haus
Mam Nature Swiss AG produziert in Rapperswil-Jona, Kanton St. Gallen, Hauswasserfilter, die das gesamte Wasser am Hauseingang behandeln. Für Haushalte in städtischen und industrienahen Regionen sowie in Teilen der Kantone Zürich und Aargau empfiehlt sich eine Hauseingangsfiltrierung für PFAS, Schwermetalle, Chlor und BPA.
Der Essential Plus kombiniert die ETH-Zürich-zertifizierte Schweizer Wasserkartusche mit einem automatisch rückspülenden Partikelvorfilter. Der Complete Set Plus ergänzt diese Basis um den magnetischen Wasserentkalker (Water LIME) und den Schweizer Wasserdynamisierer und ist die Premium-Variante.
Die Mam Nature Swiss AG ist nach ISO 13485:2016 für ihr Qualitätsmanagementsystem in der Fertigung zertifiziert (MSECB, CERT-001116). Alle Geräte werden ohne Strom betrieben. Die Installation erfolgt durch zertifizierte Sanitärbetriebe und dauert in der Regel 2–3 Stunden. Alle Geräte erfordern etwa 10 Minuten Wartung pro Jahr.
So testen Sie Ihr Schweizer Leitungswasser auf PFAS
In der Schweiz können die kantonalen Laboratorien beauftragt werden, alternativ Eurofins Schweiz oder ALS Umwelt. Akkreditierte Laboratorien bieten PFAS-Panels mit 30–60 Verbindungen an.
Für Privathaushalte mit eigenem Brunnen oder Zisterne sind regelmässige Laboranalysen mindestens einmal jährlich auf mikrobiologische Parameter und alle 3–5 Jahre auf vollständige chemische Kontaminanten empfohlen. Bei Brunnenwasser in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen sollte ein PFAS-Panel explizit eingeschlossen werden.
Eine detaillierte Anleitung zur Wassertest-Vorbereitung und Probenahme finden Sie im Vertiefungsartikel zu Wassertests zu Hause.
Schweizer Qualitätsstandards: Warum „Swiss Made" bei Wasserfiltern zählt
Das Swiss Made-Label ist für Industrieprodukte durch die Swissness-Verordnung (SR 232.111) gesetzlich geschützt: Mindestens 60 % der Herstellungskosten müssen in der Schweiz anfallen, und der letzte wesentliche Herstellungsschritt muss in der Schweiz erfolgen. Die Einhaltung wird durch das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) überwacht.
Für Wasserfilter bedeutet dies: ISO 9001-zertifiziertes Qualitätsmanagement, lückenlose Rückverfolgbarkeit der Materialien, Druckprüfung durch das Schweizer Sicherheitsinstitut und Verarbeitung aus 316L-Edelstahl (medizinische und lebensmittelrechtliche Güteklasse, zertifiziert nach EU-Verordnung 10/2011).
Mam Nature Swiss AG produziert alle Filtergehäuse und Kartuschen in Jona, Kanton St. Gallen, Schweiz. Eine ausführliche Behandlung Schweizer Qualitätsstandards für Wasserfilter bietet der entsprechende Vertiefungsartikel.
Schweizer PFAS-Schutz für Ihr ganzes Haus — ETH-Zürich-zertifiziert, ohne Strom, ohne Wasserverlust.
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Wie hoch sind die PFAS-Grenzwerte in der Schweiz?
Die Schweiz orientiert sich an der EU-Trinkwasserrichtlinie: maximal 100 ng/L für einen einzelnen PFAS-Stoff, maximal 500 ng/L für die Summe aller PFAS. Diese Werte liegen deutlich über dem von der US-EPA 2024 festgesetzten Grenzwert von 4 ng/L für PFOA und PFOS sowie über dem wissenschaftlich empfohlenen Vorsorgewert der EFSA.
Entfernt der Mam Nature Swiss Feinfilter PFAS aus Schweizer Leitungswasser?
Ja. Der Mam Nature Swiss Feinfilter verwendet selektive Proteinfaseradsorption, die von der ETH Zürich University mit >96–>98,5 % Rückhaltequote für PFAS zertifiziert wurde — einschliesslich kurzkettiger PFAS-Verbindungen. Er behandelt das gesamte Haushaltswasser am Hauseingang, ohne Strom und ohne Wasserverschwendung.
Warum ist Swiss Made bei Wasserfiltern wichtig?
Das Swiss Made-Label garantiert, dass mindestens 60 % der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen und der letzte Fertigungsschritt in der Schweiz erfolgt. Für Wasserfilter bedeutet dies nachvollziehbare Materialqualität (316L-Edelstahl), zertifiziertes Qualitätsmanagement nach ISO 9001 und unabhängige Druckprüfung durch das Schweizer Sicherheitsinstitut.
Ist Umkehrosmose besser als der Mam Nature Feinfilter?
Umkehrosmose entfernt nahezu alle gelösten Stoffe inklusive wichtiger Mineralstoffe (Calcium, Magnesium). Die WHO empfiehlt Mindestkonzentrationen von 25–50 mg/L Magnesium und 50–100 mg/L Calcium im Trinkwasser. Der Mam Nature Feinfilter erreicht vergleichbare PFAS-Entfernungsraten (>96–>98,5 %), bewahrt dabei aber die natürlichen Mineralstoffe und verschwendet kein Wasser.
Wie kann ich PFAS in meinem Leitungswasser testen lassen?
In der Schweiz können die kantonalen Laboratorien beauftragt werden, alternativ Eurofins Schweiz oder ALS Umwelt. Diese akkreditierten Laboratorien bieten PFAS-Wasseranalysen mit 30–60 Verbindungen an.
Sources & References
- Bundesamt für Umwelt (BAFU). PFAS — Persistente Umweltschadstoffe in der Schweiz.
- Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Trinkwasserverordnung (TBVO).
- EFSA (2020). Risk to human health related to PFAS in food. EFSA Journal 18(9):6223.
- EU Trinkwasserrichtlinie 2020/2184 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch.
- US EPA (2024). PFAS National Primary Drinking Water Regulation. EPA-822-F-24-001.
- Bolisetty, S. et al. (2025). ETH Zürich University — Independent retention performance assessment of Mam Nature Swiss Water Cartridge.
- Swissness-Verordnung SR 232.111 — Schutz von Marke und Herkunftsbezeichnung „Swiss Made".