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Wasserqualität

PFAS im Trinkwasser Schweiz: Grenzwerte & lokale Tests

Christof Braun···12 min

In der Schweiz gelten derzeit 0,3 µg/L für PFOS, 0,3 µg/L für PFHxS und 0,5 µg/L für PFOA als Höchstwerte im Trinkwasser. Der EU-Wert von 0,1 µg/L für die Summe von 20 PFAS ist noch kein geltender Schweizer Höchstwert; das BLV überprüft die Schweizer Regelung.

Ob Ihr Leitungswasser betroffen ist, lässt sich nicht aus einem nationalen Mittelwert ableiten. Prüfen Sie zuerst den Qualitätsbericht Ihres Wasserversorgers oder kantonalen Labors und lassen Sie bei einem konkreten Verdacht eine akkreditierte, verbindungsspezifische Analyse durchführen.

Dieser Leitfaden erklärt die geltende Rechtslage, dokumentierte Belastungsquellen, den Weg zum lokalen Messergebnis und die Fragen, die Sie vor der Auswahl eines Filters stellen sollten.

Was sind PFAS? Eine kurze Einordnung

PFAS sind synthetische Chemikalien, die in Industrie und Konsumgütern verwendet werden — unter anderem in fluorhaltigen Feuerlöschschäumen (AFFF), die als eine der dokumentierten Belastungsquellen in der Schweiz gelten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2020 die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI) auf 4,4 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht für die Summe aus PFOA, PFOS, PFNA und PFHxS herabgesetzt. Für einen Erwachsenen entspricht dies einer gesundheitsschützenden Trinkwasserkonzentration von rund 4 ng/L.

Eine detaillierte Risikoanalyse zur PFAS-Belastung in europäischen Trinkwassern, die die Datenlage über Länder hinweg vergleicht, finden Sie in unserem Hintergrundartikel zur PFAS-Belastung in Europa.

Wo PFAS in der Schweiz nachgewiesen wurden — Belastungsschwerpunkte

Die Belastungssituation in der Schweiz ist regional unterschiedlich. Erhöhte Konzentrationen wurden insbesondere im Grossraum Zürich (Nähe Flughafen Kloten), im Kanton Aargau (industrielle Einleiter in die Aare) und in der Region Basel dokumentiert.

Das BAFU veröffentlicht Monitoring-Daten zu PFAS in Oberflächengewässern und Grundwasser. Daneben publizieren die kantonalen Laboratorien Jahresberichte zur Trinkwasserqualität. Schweizer Wasserversorger sind gesetzlich verpflichtet, Jahresberichte zur Trinkwasserqualität zu veröffentlichen, die auf Anfrage oder über die Website des Versorgers zugänglich sind.

Die Schweizerische Trinkwasserverordnung (TBVO) wird vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verwaltet.

Schweizer Grenzwerte und EU-Vergleich

In der Schweiz gelten derzeit stoffspezifische Höchstwerte im Trinkwasser: 0,3 μg/L (300 ng/L) für PFOS, 0,3 μg/L für PFHxS und 0,5 μg/L (500 ng/L) für PFOA. Das BLV überprüft diese Werte aufgrund der EU-Trinkwasserrichtlinie und der laufenden politischen Diskussionen und passt sie bei Bedarf an. Der EU-Wert von 0,1 μg/L für die Summe von 20 PFAS ist derzeit noch kein geltender Schweizer Höchstwert.

Die US-amerikanische EPA hat 2024 einen Grenzwert von 4 ng/L für PFOA und PFOS festgesetzt — damit ist der US-Grenzwert 25-mal strenger als der EU-Summengrenzwert von 100 ng/L (Summe von 20 PFAS). Der von der EFSA empfohlene Vorsorgewert entspricht ebenfalls rund 4 ng/L im Trinkwasser.

Für Schwangere, Kinder und Personen in Belastungsgebieten ist eine zusätzliche Haushaltsfiltration daher eine sinnvolle Vorsorgemassnahme.

Welche Filtertechnologien entfernen PFAS zuverlässig?

Die PFAS-Leistung von Aktivkohle- und Umkehrosmoseprodukten hängt von Verbindung, Produkt, Beladung und Prüfbedingungen ab. Prüfen Sie daher die konkret benannten PFAS und die Zertifizierung des jeweiligen Modells. Laut EPA leitet eine typische Umkehrosmose am Trinkhahn mindestens 5 Liter je behandeltem Liter ab; WaterSense verlangt 2,3:1 oder besser.

Die selektive Adsorptionsfiltration auf Proteinbasis — Kerntechnologie des Mam Nature Swiss Feinfilters — erreicht Rückhaltequoten von >96–>98,5 % für PFAS (einschliesslich kurzkettiger Verbindungen), durch unabhängige Labortests der ETH Zürich University bestätigt (Dr. S. Bolisetty, Oktober 2025; validierte Messmethoden ICP-MS für Metalle, EPA 537M für PFAS). Die Technologie bewahrt gleichzeitig die natürlichen Mineralstoffe — im Gegensatz zur Umkehrosmose, die alle gelösten Stoffe entfernt.

Einen ausführlichen Vergleich der beiden Hauswasser-Filtertechnologien — Hauseingangsfilter versus Umkehrosmose — finden Sie im Vergleichsartikel zu Whole-House- vs. RO-Systemen.

Schweizer Lösungen für PFAS-Schutz im ganzen Haus

Mam Nature Swiss AG produziert in Rapperswil-Jona, Kanton St. Gallen, Hauswasserfilter, die das gesamte Wasser am Hauseingang behandeln. Für Haushalte in städtischen und industrienahen Regionen sowie in Teilen der Kantone Zürich und Aargau empfiehlt sich eine Hauseingangsfiltrierung für PFAS, Schwermetalle, Chlor und BPA.

Der Essential Plus kombiniert die im Labor von der ETH Zürich bestätigte Schweizer Wasserkartusche mit einem automatisch rückspülenden Partikelvorfilter. Der Complete Set Plus ergänzt diese Basis um den magnetischen Wasserentkalker (Water LIME) und den Schweizer Wasserdynamisierer und ist die Premium-Variante.

Die Mam Nature Swiss AG ist nach ISO 13485:2016 für ihr Qualitätsmanagementsystem in der Fertigung zertifiziert (MSECB, CERT-001116). Alle Geräte werden ohne Strom betrieben. Die Installation erfolgt durch zertifizierte Sanitärbetriebe und dauert in der Regel 2–3 Stunden. Alle Geräte erfordern etwa 10 Minuten Wartung pro Jahr.

So testen Sie Ihr Schweizer Leitungswasser auf PFAS

In der Schweiz können die kantonalen Laboratorien beauftragt werden, alternativ Eurofins Schweiz oder ALS Umwelt. Akkreditierte Laboratorien bieten PFAS-Panels mit 30–60 Verbindungen an.

Für Privathaushalte mit eigenem Brunnen oder Zisterne sind regelmässige Laboranalysen mindestens einmal jährlich auf mikrobiologische Parameter und alle 3–5 Jahre auf vollständige chemische Kontaminanten empfohlen. Bei Brunnenwasser in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen sollte ein PFAS-Panel explizit eingeschlossen werden.

Eine detaillierte Anleitung zur Wassertest-Vorbereitung und Probenahme finden Sie im Vertiefungsartikel zu Wassertests zu Hause.

Schweizer Qualitätsstandards: Warum „Swiss Made" bei Wasserfiltern zählt

Das Swiss Made-Label ist für Industrieprodukte durch die Swissness-Verordnung (SR 232.111) gesetzlich geschützt: Mindestens 60 % der Herstellungskosten müssen in der Schweiz anfallen, und der letzte wesentliche Herstellungsschritt muss in der Schweiz erfolgen. Die Einhaltung wird durch das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) überwacht.

Für Wasserfilter bedeutet dies: ISO 13485-zertifiziertes Qualitätsmanagement, lückenlose Rückverfolgbarkeit der Materialien, Druckprüfung durch das Schweizer Sicherheitsinstitut und Verarbeitung aus 316L-Edelstahl (medizinische und lebensmittelrechtliche Güteklasse, zertifiziert nach EU-Verordnung 10/2011).

Mam Nature Swiss AG produziert alle Filtergehäuse und Kartuschen in Jona, Kanton St. Gallen, Schweiz. Eine ausführliche Behandlung Schweizer Qualitätsstandards für Wasserfilter bietet der entsprechende Vertiefungsartikel.

Schweizer PFAS-Schutz für Ihr ganzes Haus — mit kontrollierten Ergebnissen für sieben benannte PFAS und ohne kontinuierlichen Konzentratstrom der Adsorptionskartusche.

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Häufige Fragen

Wie hoch sind die PFAS-Grenzwerte in der Schweiz?

Derzeit gelten in der Schweiz maximal 300 ng/L für PFOS, 300 ng/L für PFHxS und 500 ng/L für PFOA. Das BLV überprüft diese stoffspezifischen Werte mit Blick auf den EU-Parameter von 100 ng/L für die Summe von 20 PFAS; dieser EU-Summenwert gilt in der Schweiz noch nicht.

Entfernt der Mam Nature Swiss Feinfilter PFAS aus Schweizer Leitungswasser?

Ja. Der Mam Nature Swiss Feinfilter verwendet selektive Proteinfaseradsorption, die von der ETH Zürich University im Labor mit >96–>98,5 % Rückhaltequote für PFAS bestätigt wurde — einschliesslich kurzkettiger PFAS-Verbindungen. Er behandelt das gesamte Haushaltswasser am Hauseingang, ohne Strom und ohne Wasserverschwendung.

Warum ist Swiss Made bei Wasserfiltern wichtig?

Das Swiss Made-Label garantiert, dass mindestens 60 % der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen und der letzte Fertigungsschritt in der Schweiz erfolgt. Für Wasserfilter bedeutet dies nachvollziehbare Materialqualität (316L-Edelstahl), zertifiziertes Qualitätsmanagement nach ISO 13485 und unabhängige Druckprüfung durch das Schweizer Sicherheitsinstitut.

Ist Umkehrosmose besser als der Mam Nature Feinfilter?

Die Verfahren erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Umkehrosmose behandelt viele gelöste Stoffe, während der zitierte Mam-Nature-Bericht kontrollierte Ergebnisse für sieben benannte PFAS zeigt und Calcium sowie Magnesium weitgehend unverändert liess. Vergleichen Sie die Zielstoffe, den Anschlusspunkt und die zertifizierte Konzentratquote des konkreten Produkts.

Wie kann ich PFAS in meinem Leitungswasser testen lassen?

In der Schweiz können die kantonalen Laboratorien beauftragt werden, alternativ Eurofins Schweiz oder ALS Umwelt. Diese akkreditierten Laboratorien bieten PFAS-Wasseranalysen mit 30–60 Verbindungen an.

Passende Produkte & Ratgeber

Essential Plus — Hauswasserfilter mit PFAS-EntfernungComplete Set Plus — Premium-System für die ganze FamilieETH-Zürich-Laborberichte & ZertifizierungenHauseingangsfilter vs. Umkehrosmose im VergleichMam Nature Schweizer Lösungen

Quellen & Referenzen

  1. Bundesamt für Umwelt (BAFU). PFAS — Persistente Umweltschadstoffe in der Schweiz.
  2. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). PFAS: geltende Schweizer Trinkwasser-Höchstwerte und Überprüfung des EU-Summenwerts.
  3. EFSA (2020). Risk to human health related to PFAS in food. EFSA Journal 18(9):6223.
  4. EU Trinkwasserrichtlinie 2020/2184 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch.
  5. US EPA. Point-of-use reverse osmosis water efficiency and typical reject-water ratio.
  6. US EPA (2024). PFAS National Primary Drinking Water Regulation. EPA-822-F-24-001.
  7. Bolisetty, S. et al. (2025). ETH Zürich University — Independent retention performance assessment of Mam Nature Swiss Water Cartridge.
  8. Swissness-Verordnung SR 232.111 — Schutz von Marke und Herkunftsbezeichnung „Swiss Made".

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